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Dienstag, 5. November 2019

Teaser: Couch


Hurra, hurra, die neue Couch ist da. Um neben schwarz und weiß auch noch einen Farbtupfer zu haben, habe ich ein wenig senfgelb für den Herbst eingestreut und Kissen genäht. Als nächstes ist jetzt die gegenüberliegende Seite dran: die Sitzbank für den Kachelofen muss neu bezogen werden.

Dienstag, 9. April 2019

Es wird wohnlich!

Ich freue mich, euch heute ein paar Details zeigen zu können. Langsam wird es wohnlich und die Renovierung innen geht zügig voran. Das ist aber auch gut so, denn das Wetter zieht uns immer mehr nach draußen - und auch da gibt es noch viel zu tun: Ein riesiger Garten möchte gestaltet, der Teich gepflegt (dazu ein anderes Mal mehr) und zarte Gemüsesprößlinge warten bereits im Wintergarten darauf, ausgepflanzt zu werden.

Donnerstag, 21. März 2019

Eine Wand muss weichen

Bereits nach der zweiten Besichtigung stand fest, dass die Zimmeraufteilung im 1. OG nicht optimal für uns ist. Dort sind auf der Straßenseite 2 gleich große Zimmer zu je 12qm vorhanden. Eines davon soll ein Kinderzimmer werden, eines mein Nähzimmer. Allerdings sind die anderen beiden Kinderzimmer wesentlich größer - und das hätte mit Sicherheit zu einem langen Gesicht bei zumindest einem Kind geführt.

Da die beiden betroffenen Zimmer früher ein großer Raum waren und derzeit nur durch eine Leichtbauwand getrennt wurden, musste diese weichen. Um den Aufbau und die Befestigung zu sehen, haben wir erstmal eine Seite freigelegt. Prima, eine Holzkonstruktion! Warum also nicht die Wand als Ganzes versetzen? Es ist einen Versuch wert. Gelänge er, hätten wir den Ab- und den Wiederaufbau gespart und könnten zudem fast alles an Material weiterverwenden. Also Los. Befestigungen lösen, Balken nur dort trennen, wo nötig und dann langsam verschieben. Doch wir haben die Rechnung ohne die uralten Deckenbalken gemacht, die natürlich überhaupt nicht gerade sind. Alle paar Zentimeter schallte es "wir hängen" und es ging erst weiter, nachdem wir die Wand ein Stückchen weiter ausgesägt hatten. Doch insgesamt war das Vorhaben erfolgreich - die Wand steht an neuer Stelle.


Am Boden und oben an den Balken siehr man noch, wo sie vorher stand. Die großen Ausschnitte um die Deckenbalken zeigen, dass wir durch die krummen Balken bis zu 7cm auf 150 cm Länge Abweichung hatten. 


Die Wand von der anderen Seite. Jetzt muss alles noch wieder zugemacht und verspachtelt werden, doch das ist schnell erledigt.


Heute ist zumindest das Kinderzimmer schon in Benutzung. Ein paar Poster und Bilder fehlen noch, aber es wird...

 

Montag, 26. November 2018

natürliche Baumaterialien

Heute: Lehmputz und Lehmfarben

Mir liegt es nicht nur am Herzen, die alte Bausubstanz zu erhalten, sondern ich möchte auch gerne mit meiner Familie so natürlich wie möglich leben, so wenig in die Umwelt eingreifen, wie eben nötig. Bereits bei der Renovierung unseres alten Hauses haben wir daher auf natürliche Baustoffe zurückgegriffen, und jegliches Plastik vermieden. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese Baustoffe a) nicht unbedingt teurer sind als die aktuell am Bau verwendeten Materialien und b) auch prima selbst verarbeitet werden können. So haben wir beim Ausbau des Dachspitzes auf Hanf und latexierte Holzfasermatten zurückgegriffen, beim Anbau auf eine Dämmung aus Holzfasern, beim Innenausbau auf Lehmputz, Lehmfarbe und massive Dielenböden auf einer Trittschalldämmung aus Kork. Bereut haben wir es nicht eine Sekunde!

Lehmfarben in Pulverform
Vom Baustoff Lehm möchte ich heute berichten. Lehm ist toll zu verarbeiten und hat tolle Eigenschaften fürs Raumklima. Lehmputz nimmt Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt sie - im Gegenteil zu Gips - auch wieder ab. Im Schlafzimmer entstehen z.B. bei 2 Personen jede Nacht fast 800ml an Feuchtigkeit. Diese wird in Form von Atem und Schweiß abgegeben und muss irgendwo hin. die Luft im Schlafzimmer kann jedoch nur bedingt Feuchtigkeit aufnehmen - bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius kann die Luft maximal 17,3 g/m³ aufnehmen. Bei einer Temperatur von 15 Grad sogar nur noch 12,8 g/m³. Oft passiert es, dass die Feuchtigkeit an den kalten Stellen (Außenecken, Schrankrückseiten...) kondensiert und dort nicht schnell genug abtrocknet. Die Folge ist Schimmelbildung. Lehmputz in ausreichender Stärke aufgetragen, ist in der Lage, diese Feuchtigkeit aufzunehmen und damit zu einem perfekten Raumklima beizutragen.

Lehmputz besteht zunächst nur aus Lehm, Sand und Wasser. Ggf. werden im dickeren Unterputz noch Strohhäcksel beigemischt. Nach dem Mischen mit Wasser bis zur gewünschten Konsistenz muss er eine Weile quellen (einsumpfen), bevor er dann an die Wand kann - wie jeder andere Putz auch. Lehm trocknet sehr langsam und ist daher lange bearbeitbar. Durch Benetzen mit Wasser kann er auch nachträglich noch bearbeitet werden. Auf die fertige und durchgetrocknete Oberfläche kann dann entweder ein (mit Pigmenten eingefärbter) Feinputz aus Lehm aufgezogen werden oder aber direkt mit Lehmfarbe gearbeitet werden. Im Dachspitz haben wir einen Feinputz in einem ganz hellen Eierschalen-Ton verarbeitet, im Anbau den braunen Lehmputz direkt mit Lehmfarbe überstrichen.

Bestellt habe ich die Lehmfarbe in Pulverfom. Zunächst war ich skeptisch, ob sie denn auch tatsächlich auf dem kräftig braunen Putz decken würde. Bestellt hatte ich die Farben reinweiß (gänseblümchen), lavendel und pfirsichgelb hier: https://www.lehmfarben.com/. Mit einem Kilogramm Pulver soll man lt. Herstellerangaben 6qm Wandfläche auf Lehmputz streichen können, bei knapp 5,50€/kg ist diese Farbe sogar deutlich günstiger als Dispersionsfarbe aus dem Baumarkt. Dazu ist sie quasi unendlich haltbar - selbst angerührte Farbe kann man trocken lassen und dann bei Bedarf einfach wieder mit Wasser einweichen und benutzen. Ich bin begeistert von den Farben: Sie decken sehr gut, ich habe einmal mit verdünnter Farbe grundiert und dann nur einen Durchgang gestrichen. Dabei habe ich ca. 1/3 weniger an Farbpulver gebraucht, als für die Fläche angegeben. Der Pfirsich-Ton ist wunderbar leuchtend und kräftig - fast schöner, als ich es mir vorgestellt hatte. Lavendel ist noch nicht zum Einsatz gekommen. Die Wände kreiden auch nicht, d.h. man darf sie ruhig berühren :) Lehmfarben halten auf vielen Untergründen, allen Arten von Putz (Gips, Zement, Kalk) aber auch auf Gipskarton oder Tapeten, sie kann mit der Bürste gestrichen oder auch gerollt werden. Es macht allerdings wenig Sinn, sie auf bereits mit Dispersinsfarbe gestrichenen Untergründen zu verwenden - zumindest nicht aus Gründen der Feuchtigkeitsregulierung oder Wohngesundheit. Die Plastikschicht, die die Dispersionsfarbe bereits auf der Wand bildet, ist nicht mehr diffusionsoffen. Der Lehmanteil in der Farbe ist im Vergleich zur entstehenden Feuchtigkeit so gering, dass er nicht merklich auf das Wohnklima einwirken kann. Der wohl einzige Nachteil von Lehmfarbe ist, dass sie nicht naßwischfest ist.

Lehmfarben in pfirsich und gänseblümchen
Kurz: Ich kann euch Lehmfarbe nur empfehlen, sie ist toll zu verarbeiten!

Freitag, 16. November 2018

Bald ist es soweit

Jetzt ist es bald soweit: Alle Verträge sind unterschrieben, der Umzug steht schon in wenigen Wochen bevor.
Bis dahin gibt es noch genug zu tun: Ein Umzugsunternehmen muss gefunden werden, die Kinder an den neuen Schulen angemeldet, neue Schulbücher besorgt (wir ziehen ja von BaWü nach Rheinland-Pfalz - da ist alles ein wenig anders) und natürlich warten hunderte von Kisten darauf, gepackt zu werden. Ein wenig graut es mir schon davor - schließlich haben wir jetzt 11 Jahre in unserem Häuschen gewohnt und gewerkelt, da hat sich eine ganze Menge an Zeug angesammelt.
Die Vorfreude überwiegt - schon bald bekommen wir die Schlüssel zu unserem historischen Schatz.

Gäste-WC

 Es hat sich mal wieder etwas verändert: unser Gäste-WC Als wir das Haus gekauft haben, war es in einem Zustand, mit dem wir erstmal gut leb...